Während die UNO den globalen Dialog eröffnet, kämpfen die Grossmächte um Chips, Energie und Rohstoffe
Die globale KI Governance erreicht 2026 erstmals eine institutionell weltweite Ebene. Die UNO lanciert einen internationalen Dialog und setzt ein unabhängiges wissenschaftliches Panel ein. Gleichzeitig entwickeln Europa, die USA und China immer stärker voneinander abweichende Ordnungsmodelle.
Die EU setzt auf Grundrechte und Risikoklassen. Die USA bevorzugen freiwillige Standards. China verbindet KI Entwicklung mit staatlicher Kontrolle über Daten und Anwendungen. Hinter diesen regulatorischen Gegensätzen wächst eine zweite Machtordnung: Exportkontrollen für Halbleiter, der Zugang zu kritischen Mineralien und der enorme Energiebedarf der Rechenzentren.
Damit verlagert sich die entscheidende Frage von den Algorithmen zu ihren materiellen Grundlagen. Wer Energie, Chips und Rohstoffe kontrolliert, bestimmt zunehmend auch, wer KI entwickeln kann. Ein globaler Dialog kann zwar gemeinsame Begriffe hervorbringen. Einen politischen Konsens erzeugt er jedoch kaum, solange die beteiligten Mächte unter „verantwortungsvoller KI“ grundverschiedene Ordnungen verstehen. / Quelle: Atlantic Council
