Copilot öffnet den Schrank der digitalen Altlasten

Zwei Drittel der Unternehmen haben die Einführung von Microsoft Copilot aus Datenschutzgründen verschoben oder ganz gestrichen. Viele fürchten, dass der KI-Assistent intern sensible Informationen sichtbar macht. Grundlage ist eine Umfrage des Sicherheitsanbieters CoreView unter 280 Fachpersonen aus IT und Security.

Das Problem beginnt häufig nicht bei der KI. Über Jahre angesammelte Freigaben, gemeinsam genutzte Links und unklare Zugriffsrechte wurden nie konsequent bereinigt. Copilot kann auf jene Inhalte zugreifen, für die auch der jeweilige Benutzer berechtigt ist – und macht dadurch alte organisatorische Versäumnisse plötzlich durchsuchbar.

Die offene Frage: Ist Copilot das Sicherheitsrisiko oder bloss der Scheinwerfer, der ein längst bestehendes Risiko sichtbar macht? Der Verzicht auf KI schützt kurzfristig vor neuen Expositionen. Er ersetzt jedoch keine Bereinigung der Rechteverwaltung. Wer Copilot stoppt, aber das eigene Datenchaos bewahrt, verschiebt das Problem lediglich zurück in die Dunkelheit. (Quelle: Netzpalaver)

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