Bis 2031 fliessen bis zu 13,7 Millionen Franken in kontrollierte Angriffe auf das Schweizer Stromnetz
Swissgrid wartet nicht darauf, dass Cyberkriminelle eine Schwachstelle entdecken. Die nationale Netzgesellschaft beauftragt Oneconsult und Redguard mit gezielten Red Team Angriffen auf ihre Systeme.
Die Sicherheitsspezialisten sollen bis 2031 versuchen, technische und organisatorische Schutzmechanismen zu überwinden. Schwachstellen sollen sichtbar werden, bevor ein realer Angriff die Stromversorgung gefährdet. Dafür stehen bis zu 13,7 Millionen Franken zur Verfügung.
Swissgrid zeigt damit, was ernsthafte Prävention kostet. Zugleich wird sichtbar, wie ungleich Cybersicherheit finanziert wird. Während ein nationaler Infrastrukturbetreiber Millionen in kontrollierte Angriffe investieren kann, fehlt kleineren Gemeinden, Stiftungen und Dienstleistern häufig schon das Personal für grundlegende Schutzmassnahmen. Ist Swissgrid das Vorbild für kritische Infrastrukturen oder lediglich eine gut finanzierte Ausnahme?
